Sonntag, 15. Februar 2009

Auf dem Mekong (Tag 1)

Nun standen uns also zwei Tage Bootsfahrt auf dem Mekong bevor. Wir waren gespannt, auf was für einem Kahn wir reisen würden :-) Als uns La das Boot zeigte, waren wir erfreut. Es war zwar schmal aber schön lang und recht komfortabel.

Die 7 stündige Fahrt ist sehr entspannend. Die Landschaft ist beeindruckend und ursprünglich. Im Winter jedoch, und hier ist es jetzt ebenfalls Winter, etwas karg und viel weniger grün, als wir erwartet hätten.

Mit geschätzten 30 Km/h tuckerten wir den Mekong hinunter. Am Ufer lässt sich erkennen, dass der Fluss in der Regenzeit noch viel mächtiger ist. Der Unterschied beträgt locker 6 Meter.

Am Nachmittag machten wir Halt bei einem kleinen Dorf, in welchem ein einheimischer Stamm noch sehr ursprünglich lebt. Als die Kinder uns beim Anlegen entdeckten, riefen sie laut und bald war das ganze Dorf versammelt. Am Dorfrand erläuterte uns La, wie das Volk hier lebt, woran sie glauben, was ihnen wichtig ist und wie wir uns verhalten sollten. die Lebensweise dieses Volkes. Als wir ins Dorf hinein gingen, fühlten wir uns ein wenig wie Eindringlinge.
Wir merkten aber schnell, dass die Menschen sich für uns genau so interessierten, wie wir für sie und sich über den seltenen Besuch freuten. Jeder wollte fotografiert werden und lachte nachher über das Bild auf dem Display.

Am Ende luden sie uns sogar zum Essen ein.

Es war ein tolles Erlebnis!

Am Abend liefen wir in Pak Beng ein.

Hier machten wir einen Rundgang durch das kleine Dorf und den Markt.

Einmal mehr nächtigten wir auf einer verdammt harten Matratze!!

Samstag, 14. Februar 2009

Endlich nach Laos!

Schon lange hatten wir uns auf Laos gefreut. Heute ist es endlich so weit, wir werden die Grenze überschreiten!

Der moderne öffentliche Bus, der uns von Chiang Mai nach Chiang Rai brachte, würde keinen schweizer Pass überwinden. Bei der kleinsten Steigung musste der Chauffeur sofort in den ersten Gang schalten. Wir hofften, dass die Bremsen etwas grosszügiger dimensioniert sind, zumal es manchmal ziemlich steil hinunter ging.

In Chiang Rai mussten wir dann umsteigen und witzelten schon beim Einfahren in den Busbahnhof, dass es wohl ein ganz alter und kleiner Bus sein könnte, der uns nach Chiang Khong an die thailändisch-laotische Grenze bringt. Tatsächlich war es so!

Über teils asphaltierte, teils unbefestigte Strassen holperten wir dem Grenzfluss Mekong entgegen.

In Chiang Khong verabschiedete sich die thailändische Kai von uns und La, der laotische Guide begrüsste uns. Die Aus- und Einreiseformalitäten in Huay Xai verliefen erfreulich schnell und einfach. Die Grenze überquerten wir in einem sehr schmalen Boot und betraten endlich erstmals laotischen Boden.

Als eine der ersten Aktionen testeten wir das laotische Bier "Beerlao". Es ist sehr trinkbar und ist sowohl hell als auch dunkel erhältlich :-)

Man merkt sofort, dass in Laos die Uhren langsamer ticken. Die Atmosphäre ist sehr entspannt, die Menschen sind enorm freundlich und zurückhaltend und es hat deutlich weniger Verkehr. Dies weil die Bevölkerungsdichte recht tief ist und sich nicht jeder ein motorisiertes Fahrzeug leisten. Wir fühlten uns hier spontan wohl.

Am Abend begrüsste uns La noch einmal im hübschen Guesthouse. Er erzählte uns etwas zur Geschichte von Laos und erklärte, wie es am nächsten Morgen weitergehen wird.

Nach einem ausgesprochen guten laotischen Znacht legten wir uns zufrieden ins Bett.

Freitag, 13. Februar 2009

Chiang Mai

Als wir am Morgen aufwachten, bzw. die Augen öffneten, denn geschlafen haben wir kaum, stand unser Zug still. Von Kai, unserer Guidin, erfuhren wir, dass die Lok defekt ist und wir schon einige Stunden hier standen. Wir hatten erst die Hälfte der ca. 750 Kilometer langen Strecke von Bangkok nach Chiang Mai hinter uns :-( Irgendwann ging es weiter und mit fast fünf Stunden Verspätung erreichten wir Chiang Mai.

Da der Rest der Gruppe Orte besuchte, die wir vom letzten Mal her schon kennen, nutzten wir die Zeit, um unsere Wäsche zu waschen und auf einem Stadtbummel zu essen.

Am Abend gingen wir gemeinsam mit unseren Gspändlis ins Riverside, um köstlich zu tafeln. Bei einem Bier liessen wir diesen sehr langen und anstrengenden Reisetag ausklingen.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Auf Entdeckungstour mit Kai

Busfahren mit Bangkok ist nur mit einer lokalen Reiseführerin möglich. Zumindest denkt man das beim ersten Mal. Alleine hätten wir wohl weder die Haltestelle noch die richtige Buslinie erkannt. Auch wären wir beim Ein- und Aussteigen unter die Räder gekommen. Denn an den Haltestellen stoppt der Bus nur selten ganz.

Der farbenprächtige Grand Palace beherbergt verschiedene Tempel, ein Modell von Angkor Wat und verschiedene Paläste.

Vorbei am 47 Meter langen Lying Buddha kehrten wir mit dem Wassertaxi zurück ins Hotel, wo wir uns unsere Rucksäcke krallten, um den Nachtzug nach Chiang Mai zu nehmen.

Diesmal entdeckten wir, wie lustig und entspannt es im Speisewagen zu und her geht: es ist schmuddelig, die Fenster sind offen, es läuft laute Musik und man darf rauchen.

Da um 10 Uhr alle Wagen abgeschlossen werden, gingen wir zurück in unser Abteil und legten uns schlafen ...

Mittwoch, 11. Februar 2009

Das asiatische Venedig

Mit einem Taxi zogen wir in das Hotel um, in dem wir unsere Backpacker-Gruppe am Abend trafen. Dabei erlebten wir, was Stau in Bangkok bedeutet!! Die Autos stehen überall und man staunt, wie sie jeweils wieder aus dieser verkeilten Situation herauskommen.

Wir warfen die Rucksäcke ins Zimmer und zogen wieder los. Diesmal benutzten wir die Khlongs, um hinunter zur Khao San Road zu fahren. Khlongs sind Kanäle ähnlich wie in Venedig. Die Wassertaxis darauf werden vor allem von Einheimischen benutzt. Man muss verdammt schnell ein- und aussteigen, will man nicht ins Wasser fallen. Und das will man bei dieser Sauce wirklich nicht!

Bei einem Bier in der Khao San Road bestaunten wir die vielen schrägen Vögel und stillten unseren Gluscht mit einer leckeren Roti (eine Art Crepe).

Ein Boot auf dem Chao Phraya und der Skytrain brachten uns in die Nähe unseres Hotels. Der anschliessende Fussmarsch durch das Siam-Quartier führte uns durch ein armes, dreckiges, stinkendes und verstopftes Bangkok. Unglaublich, wie man es hier längerfristig aushalten kann!

Am Abend lernten wir unsere Backpacker-Gruppe kennen: vier Australierinnen, zwei Kanadier, zwei Deutsche, ein Amerikaner und wir beide. Alles sehr gute Leute. Zum Glück, denn wir werden ja die nächsten 17 Tage gemeinsam mit ihnen reisen. Auch die thailändische Führerin erschien uns aufgestellt und liebenswert.

Nach dem Treffen gönnten wir uns eine Aromaölmassage :-)

Dienstag, 10. Februar 2009

Sightseeing

Nach einem späten Frühstück erkundeten wir uns unbekannte Teile von Bangkok. Mit dem Skytrain ging es auf zum Jim Thompson House, eine Art Freilichtmuseum, das die traditionelle thailändische Bauweise zeigt.

Ein ausgedehnter Spaziergang führte uns durch den Lumpini Park zur absolut coolen Vertigo-Bar. Dort kann man bei einem Mochito im 62. Stock unter freiem Himmel den Sonnenuntergang über Bangkok geniessen. Natürlich fehlte uns die passende Kleidung. Der Dresscode schreibt nämlich für Männer lange Hosen vor. Leuten mit Shorts verleihen sie aber zum Glück kostenlos eine "lange" Hose.

Die Aussicht war fantastisch!!!

Montag, 9. Februar 2009

In Bangkok Again

Am Sonntag Abend ging es endlich los. Mit all unserem Gepaeck schlenderten wir dem Bahngleis entlang. Ploetzlich entdeckten wir Alice und Tim, die schon lange in der Kaelte auf uns warteten. Sie waren gekommen, um uns zu verabschieden und mit Reis zu segnen. Wir freuten uns und wussten, dass jetzt nichts mehr schief gehen kann!

Am Flughafen in Kloten trafen wir Elsbeth, Sylvia, Noe und Jerome zu einem Abschiedstruenkli in der Bye-Bye Bar.

Nach einem langen Flug mit einem Stopp in Doha erreichten wir spaet abends das vertraute Bangkok. Eine feucht-heisse Luft begrüsste uns.

Ein leckeres grünes Curry, ein grosses Singha und eine warme Dusche entschädigten uns grosszügig für die Reisestrapazen.